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| napoli | 25 Jan 2005 |
| yo oder si, der erste tag in napoli war total verregnet, fast wie ein berliner herbsttag. die menschen sind gekleidet wie in berlin, der verkehr is total chaotisch. hier bekommt man tomatensosse mit basilikum in grossen bierflaschen und eine spezialiaet sind in zement getrocknete tomaten. morgen gehts direkt nach napoli, denn jetzt bin ich in castellamare di stabia, was so 20 km entfernt ist. hier ist auch gerade eine caravaggio-ausstellung. ein besonderes vergnuegen ist der mit schnee bedeckte vesuv, der uns anzeigt das wir den bisher wohl kaeltesten wintertag in napoli erleben duerfen. morgen werden die ueblichen postkarten ausgesucht und abgeschickt und eine rundeise ueber die neapolitanischen flohmaerkte ist geplant. aber hier kann auch alles anders kommen !! | |
| napoli | 26 Jan 2005 |
| la dolce vita ! heute war der wohl zweitkaelteste wintertag, den napoli je erlebt hat. der vesuv war ueberhaupt nicht zu sehn, und ein kalter wind pfiff durch die via toledo. u-bahnfahren hier ist toll, den die u-bahn hat fast die selbe farbe wie in berlin, nur zitroniger (das geraeusch beim tuerenschliessen erinnert an eine ziemlich grosse gelbe bade-ente). die pizza hier ist wirklich gut und man trinkt ueber den tag verteilt min. 28 espresso oder cappuccino. die neapolitaner erinnern mich oft an berliner, jeder macht was er will, ist irgentwie gleichgueltig, aber spricht man jemanden an, um nach dem weg zu fragen, sind die leute total freundlich und kommunikativ, und wenn man ein paar woerter italienisch kann wird man fast noch zum 29. espresso eingeladen. das stadtbild wechselt hin und her zwischen totalen pomp und einer engen altstadt-atmosphaere, touristenmeilen und heruntergekommen ecken mit bettlern und obdachlosen. insgesamt sind wir schon 28 gefuehlte km gelaufen, es sind aber wahrscheinlich nur 15 echte km, wovon wir mindestens 4 km davon auf treppen verbrachten. napoli ist sehr bergig, und von hoechsten punkt (gefuehlte 6 hoehen-km) hat man einen superblick ueber die gesamte stadt. morgen werden wir eine kirche besuchen, in der schwarze totenkoepfe aufbewahrt werden. da ich eine super digi-cam bei habe mit sage und schreibe 256 pixel-aufloesung, wird es demnaechst tolle fotos im gaestebuch geben. | |
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| napoli / innenstadt | in der pizzeria | castellamare de stabia | in der u-bahn | piazza garibaldi |
| napoli | 27 Jan 2005 |
| heute gings in die galleria di capodimonte, die am hoechsten punkt der stadt in einem herrschaftlichen palmemgarten liegt, und in der zur zeit ne caravaggio-ausstellung stattfindet. nach vielen kirchenbildern, die voller demut, angst und unglueck waren, kam man endlich zu caravaggio. durch die ziemlich spaerliche ausleuchtung der raeume wirkten die bilder matt und hatten nicht die intensitaet, die ich erwartet hatte. danach in den m4m-bus, der sich durch den lauten und zaehen berufsverkehr quaelte. busfahren in napoli macht auch spass, da gibt es stadtbusse, in die ausser dem fahrer vielleicht noch 8 leute passen. in den 3 tagen haben wir wahrscheinlich in 28 verschiedenen bussen versucht irgentwo hinzukommen - geklappt hats am ende immer irgentwie. (natuerlich ist es immer noch kalt und regnerisch !) in der via toledo wollten wir in ein restaurant, ertsmal nen presso und ne margherita. im laden standen etwa 10 maenner, die nur sagten : chiuso, chiuso - closed, bye bye. sah aus wien mafia-treffen, aber wahrscheinlich geht einem als tourist schon mal die phantasie durch. inzwischen kann ich in der landessprache bahntickets und briefmarken (= franco bollo) kaufen. franco bollo waer doch nen toller kuenstlername ! sein erstes buch waere dann eine gewagte kuenstlerische interpretation aller italienischen briefmarken aus der zeit von mussolini. a domani ! | |
| napoli | 28 Jan 2005 |
| heute hats geschneit in napoli und umgebung. das ist schon was besonderes. im fernsehen, was genauso droege ist wie in deutschland, gab es einige berichte darueber. hier laufen die selben talk-shows, rate-shows, verkaufs-shows und werbeblocks, nur in italienisch, man versteht aber alles. der kleine einblick, den man in ein paar tagen mitbekommt, ist schon sehr speziell. viel kann man nicht darueber sagen, es ist anders als in berlin, gelassener, entspannter, und doch sehr aehnlich. abends gibts rotwein und guten kaese, heut hab ich harira gemacht, eine suppe, die beim ramadan nach sonnenuntergang gegessen wird. wenn morgen gutes wetter ist gehts endlich mal zum meer, spazieren gehn, auf wasser schaun und an berlin denken, wo es viel zu tun gibt. napoli ist ein erlebnis, auch wenn das wetter grad scheisse ist, im sommer dreht die stadt wahrscheinlich voll durch, und die umgebung ist einer der schoensten orte in sued-europa. | |