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reisetagbuch

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berlin01 Mar 2010
london calling from 30.3 - 7.4 !
london31 Mar 2010
eythere disisinglan2. wenn man nach schoenefeld mit der 7 faehrt, komm man an einer station vorbei, von der max goldt mal sagte, das man einen bahnhof einfach nicht so nennen darf : wutzkyallee! ich glaub er hat recht. nach einem unspektakulaeren flug landung in london luton. die triebwerke der maschine machten beim auslaufen ziemlich merkwuerdige geraeusche, als haetten sies grad noch geschafft luton zu erreichen. danach gings mit nem free shuttlebus zur bahnstation von luton. auf dem bahnsteig kam ich mit nen iraner ins gespraech und wir unterhielten uns die ganze fahrt nach london rein so angeregt, das er vergass an seiner station, cricklewood, auszusteigen. er kam grad aus teneriffa zurueck und wir unterhielten uns ueber die persische kultur und reisen und allem moeglichen anderem, und es macht mal wieder total spass englisch zu reden. er stieg dann mit mir zusammen in kentish town aus und nahm den zug zurueck. alex holte mich ab und wir sassen noch lange und unterhielten uns ueber musik, musik ....... wie auch letztes mal ist am abend meiner abreise nen super konzert hier um die ecke : wild billy childish ! auch in berlin is am 1.4 was extravagentes im tresor : die lange einstuerzende neubauten nacht ............. hier is grad coldandrainy und ich ueberlege was ich mit dem tag anfange, ich hab auf jedenfall ne oystercard, was bus und bahn fahren erheblich verbilligt, denn sonst is transportation hier ziemlich teuer. am donnertag spielt hier der dynamite pussy club, ne rauhe 3mann kapelle, bin mal gepannt, gibs auch was auf utube von denen. natuerlich will ich auch indisch essen gehen und es gibt auch nen georgisches restaurant in kensington, benannt nach nem georgischen kultfilm : mimino .................real chatchapuri da bashe ! bis spaeter

1 meter themse

feuerwehrübung

pete
london31 Mar 2010
der erste tag in london neigt sich dem ende entgegen. es hat viel geregnet. zwischendurch hatte ich immer wieder glueck und konnte n bisschen rumspazieren und mir kentish town etwas naeher ansehen. die hauptstrasse is so ca. wie die karl marx str, jede menge trashiger laeden, kebab-buden, falafel, ein-pfund shops und obskure andere geschaefte, also genau das richtige fuer mich. hier gibts auch 2 filialen von oxfam, das ne art second-hand kette, wo man buecher, cds, dvds, vhs-videos und schallplatten fuer wenig geld bekommt, die gibts wohl in ganz london. da war ich fuer ne ganze weile drin und hab folgendes gekauft : the best of kool and the gang, infotainment scan von the fall, ne burt bacharach cover-band cd, den soundtrack von the saint, ninja tunes 2, nen motown-sampler und ne lp, ueber die sich einer in berlin ganz besonders freuen wird ..... was typisch britisches , das ganze fuer 12 pfund, das sind so um die 14 euro ! wahrscheinlich werde ich die ganzen oxfams abklappern und jede menge musik mitnehmen. gerade hab ich gesehen das barcelona gegen arsenal gespielt hat, der pub nebenan war voll, aber leider war das spiel schon fast zu ende. morgen is ja der erste april und in england gibts auch den aprilscherz, mal sehn ob man was davon mitbekommt. ich hab natuerlich auch schon wieder spektakulaere fotos gemacht, die dann die tage auch zu sehn sind. mehr faellt mir jetzt auch nich mehr ein, also bis denne

london transport

royal albert hall

kentish town
london03 Apr 2010
brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr ...... english weather is bitchy ! auch am 2. tag viel regen und wenig zeit rauszugehn. der englische humor hat glaub ich viel mit dem wetter zu tun, man muss einfach viel humor haben um hier zu leben, das beste wort is wohl wetterkapriolen ... na ja. in einem etwa 2 stuendigen zeitfenster ohne regen bin ich dann raus und lief von kentish town nach camden town, machte noch nen abstecher zu oxfam fand aber nix. dann ploetzlich regen, regen und regen, meine schuhe und socken warn durchnaesst und ich rettete mich in ein ecocoffeshop. ich hatte mich mit alex verabredet, denn abends wollten wir zum konzert nach east london. wir trafen uns dann im st. pancras communication center, wo alex arbeitet. unten im keller gibs inzwischen nen kleines musikstudio, wo hauptsaechlich hiphop kids ihre rhymes und beats mixen koennen. camden hat da mal geld investiert um die homeboys von der strasse zu holen. vorm konzert gingen wir noch in nen veganes restaurant, wo die philosophie gilt : pay as much as u like ! das essen war lecker und an der wand hing nen grosser monitor, der dich ueber die vegane lebensweise aufklaerte, hatte nen bisschen sektencharakter, aber war o.k. der laden heisst loving hut und vom vegan movement gibs schon ca. 100 filialen weltweit, eine in duesseldorf und eine in muenchen. ich sagte dem besitzer, das sowas in berlin garantiert auch laufen wuerde, wie gesagt das essen schmeckte gut ! nach dem essen gings nochmal nach hause um die schuhe zu wechseln. spaeter fuhren wir dann nach east london, wo der dirty waterclub jetzt seine zelte aufgeschlagen hat. die jahre davor war der club hier um die ecke und war bis morgens 2 3 uhr auf. auf dem weg dorthin machten wir noch nen abstecher in den otto-club, wo grad ne diskussion/lesung war, das war dann doch nix fuer uns, der club selbst erinnerte mich an berlin, spartanisch, ohne schnick schnack, so wie ne galerie aus n 80ern. dann gings ins stagheads, n alter pub wo das konzert stattfand, in nen industriegebiet. als erste spielten die mutagénicos, ne nordspanische surfpunkband, dann kam der dynamite pussy club dran, die warn ne spur tougher, aber wies in england so oft is war punkt 11 schluss. auf jedenfall nen cooler konzertabend. nach dem gig gingen wir noch in nen pub um die ecke und tranken gutes bier. irgentwann um 3 warn wir wieder zuhause und tranken noch mehr bier .... n guter tag.

picadilly street

regeneinsatz

der philosoph
london03 Apr 2010
ich hab schon ne menge fotografiert, aber keine lust die bilder zu bearbeiten, deswegen kommen die erst dran wenn ich wieder in berlin bin. tag drei ging dementsprechend spaet los. ich hoer den ganzen tag musik wenn ich hier in der wohnung bin. alex hat ne enorme musiksammlung, jede menge worldmusic, was eigentlich nich so mein fall is, aber ich finde doch einiges, vor allem rhytmische sachen aus indien, asien und aus arabischen laendern, da muss ich noch viele cds brennen. mittag sind wir dann zum hyde park in die serpentine gallery, wo grad ne richard hamilton ausstellung is, das ganze for free ! nach der ausstellung bekam ich in nem cafe nen typisch englisches ostergebaeck zum kaffee, hab den namen vergessen, irgentwas mit cross oder bunny oder es war nen crossbunny. dann gings mit dem auto zurueck durch das geschaeftige london am karfreitag. autofahren is hier ziemlich anstrengend und nen parkplatz finden is noch anstrengender und kostet in der city ordentlich kohle. der verkehr is traege und laut, aber so hab ich viel von london-city gesehn. zurueck in camden landeten wir wieder mal in nem musikgeschaeft, wos billig cds und vinyl gibt. natuerlich muss ich auch hier von meinen einkaeufen berichten : dr. john, captain beefheart, blues exlplosion, jah wobble - alle fuern pfund und noch ne schallplatte, ueber die sich derselbe wie vorher in berlin freuen wird. nach dem einkauf, gings noch nach hampstead heath, der riesige park hier um die ecke, wo man nen panoramablick ueber londontown hat. abends besuchten wir dann noch vassily, ein griechischer freund von alex, wo wir am sonntag zum osteressen eingeladen sind, da gibts nen riesen osterbuffet, denn die griechen feiern ostern so wie wir weihnachten. abends bauten wir nen beamer auf und guckten den mutter-film und noch diverese andere musikfilme, wie etwa ben harper und tranken bier. fuer heute gibts glaub ich noch nix ausser nen abstecher zum farmersmarket und abends mal sehn. auf jedenfall is am sonntag auch noch nen free konzert von ms. dynamite hier ums eck, da werden wir wahrscheinlich hingehn. london macht schon spass, aber man muss sich n bisschen auskennen oder mit jemanden unterwegs sein der sich hier auskennt, vor allem is die stadt riesig im vergleich zu berlin. von den ganzen touristensachen hab ich bis jetzt nicht viel mitbekommen, und die interessieren mich auch nich, east london fand ich gut, da sind glaub ich kaum touristen ............

football !

real indian food

mit alex in der drummond street
london06 Apr 2010
ein schoener morgen, die sonne scheint, die voegel singen und die stadt wacht auf. heut is mein letzter tag in london. ich war viel unterwegs und hab viel gesehen. mit dem auto unterwegs zu sein is hier ziemlich anstrengend, ich muss zwar nicht fahren, aber es ist stressig, alleine die 100 verschiedenen parkvorschriften zu verstehen ist nich ohne, ich glaub nur taxifahrer wissen wie und wo und wie lange man parken darf. hat man dann endlich nen parkplatz gefunden, gehts in den pub. hier entspannen sich alle, es ist eine relaxte atmospaere und der bierzapfhahn laueft. in allen pubs wo ich war ist das publikum meistens total gemischt, so reine szenekneipen gibts bestimmt auch, aber der grossteil funktioniert so. die pubs sind meistens auch gut gefuellt, und wahrscheinlich braucht man auch diese pub-kultur wenn man hier lebt. natuerlich gings irgentwann auch zum inder, in der drummond street gibts son little india, mit vielen restaurants und imbissen, vor allem suedindische, vegetarische kueche. alles is teurer als in berlin, und man muss sich schon auskennen und wissen mo man hingeht. in den supermaerkten bekommt man auch jede menge indische produkte, sogar indischen essen zum mitnehmen. am sonntag waren wir zum griechischen osteressen eingeladen, das dauerte bis abends und wir verpassten das konzert von ms.dynamite, schade denn es war for free. die griechen faerben ihre ostereier in rot, und dann geht ein spiel los, wo man sein rotes ei an das rote ei seines gegenueber kickt, derjenige dessen ei dabei am wenigsten kaputt geht hat viel glueck fuers jahr. zwischen lauter profis war mein rotes ei schnell laediert. es gab viel essen und trinken und viele gespraeche ueber aktuelles zwischen deutschland und griechenland. auch die griechen, wie auch alle anderen hier, warten auf die wm, otto is immer noch der coach der griechen, ein grosses thema ........

vorm ravi shankar

hof im barbican center

jackson pollock
london06 Apr 2010
am sonntag gabs sightseeing. irgentwann stand ich vor der st. pauls cathedral im herzen von london, und es war dermassen voll und laut da, das wir uns in ein cafe zurueckzogen. die glocken hoerten einfach nich auf zu bimmeln, es war als wenn da irgent nen schalter verklemmt war (siehe clip). wir sassen mit freunden von alex zusammen, beide aus berlin, die demnaechst wohl nach canada uebersiedeln wollen. wir redeten natuerlich viel ueber berlin, und nach der pause dort gings ueber die millenium-bridge rueber zur anderen seite der themse zur tate modern gallerie. in einem riesigen alten e- kraftwerk kann man sich viele sachen fuer umsonst ansehen, es gibt riesige buchshops, merchandising, cafes usw. wir hatten die karte von pete bekommen, und hatten damit freien eintritt zu den sonderaustellung sowie in die members club raeume, wo man von einer terassse einen panoramablick ueber london hat. die erste sonderausstellung war ueber einen armenischen maler aus den 20/30 jahren, arshile gorky, von dem wir beide noch nie was gehoert hatten, die zweite austellung war ueber das leben und wirken von theo van doesburg, neben piet mondrian einer der begruender der de stijl-gruppe aus den niederlanden. ne super ausstellung, sehr inspirierend auch noch 80-90 jahre spaeter. auch in der staendigen ausstellung nen stock tiefer waren viele grossartige sachen zu sehn, ich stand das erste mal vor nem jackson pollock ! nach diesem kunst-marathon gings richtung kentish town in nen pub und wir trafen vassily und tranken bier. abends sahen wir noch stop making sense, den talking heads konzert film, und noch anderen music dvds. heute wer ich noch n bisschen rumtroedeln und postkarten verschicken und abends essen wir noch zusammen mit freunden. auf jeden fall hats mir gefallen hier, hier is viel musik und kunst und kultur in der stadt, das bier schmeckt, ich kann mich verstaendigen und denke sogar schon manchmal in englisch, es ist nur viel teurer als berlin, wie irgentwer mal sagte: if in london make buisiness! zum leben waers mir hier wahrscheinlich zu stressig, da is berlin einfach viel relaxter, aber fuern kurzausflug is die stadt schon sehr beeindruckend und wenn man hier jemanden kennt, is alles noch viel einfacher. so mal sehen ob ich heut abend noch was schreibe, auf jeden fall kommen noch fotos dazu, hier gibts halt auch viele motive und man koennte auch den ganzen tag rumlaufen und fotografieren. morgen nachmittag bin ich wieder in berlin, und wie jedesmal wenn ich weg war freu ich mich auf berlin .............

blick aus der members lounge in der tate modern