| music | kunst | reisen | projekte | kontakt |
reisetagbuch | back |
| [ napoli ] - [ erfurt ] - [ georgien ] - [ london ] - [ dessau ] - [ georgien2 ] - [ london2 ] - [ georgien3 ] | |
| berlin | 07 Jul 2010 |
| im september gehts wieder nach georgien ! | |
![]() das haus von vorne |
![]() artworks von teona |
![]() das haus von der seite |
| mzcheta | 28 Aug 2010 |
| entry no.1 wir sind gut in georgien angekommen, und wohnen jetzt in der naehe von tiflis mitten auf dem land. durch ika den ich letztes jahr in berlin kennengelernt habe, sind wir jetzt gaeste in dem haus seiner familie. teona, seine schwester holte uns morgens um 4 vom flughafen ab und wir sassen noch bis zum sonnenaufgang zusammen und unterhielten uns ueber georgien, berlin, das gute essen hier usw usw. wir wohnen in nem tollen haus das von oben bis unten von allen entworfen und auch gebaut wurde. fotos davon folgen. wie so oft sind wir herzlich empfangen worden und werden mit allem versorgt. es ist sehr schoen hier und der ganze stress der letzten wochen faellt langsam ab. wir haben nach einem tag schon wieder das gefuehl das wir schon lange hier sind..... so das wars fuer heute, morgen schreib ich noch mehr .... bis denne | |
![]() am eingang |
![]() das haus von hinten | ![]() sammlung |
| mzcheta | 29 Aug 2010 |
| hallo aus georgien. ich bade den ganzen tag in georgischer zeitlosigkeit, es gib immer wieder gutes essen und die atmosphaere hier ist zum zerfliessen. wir sind immer noch auf dem lande und werden verwoehnt. heute nach dem fruestueck fuhren wir mit teona und den kids zu bekannten, um frische dickmilch abzuholen. kaum waren wir angekommen, war die ganze familie um uns rum und es gab zu essen und zu trinken - und zwar selbstgemachten wein und eingelegte gurken und kartoffeln und salat. natuerlich sollten wir ordentlich wein dazu trinken, zu jedem der 7 glaeser wein gabs nen trinkspruch auf alles schoene und liebenswerte. selbst nach dem 7. glas auf ex war ich nur leicht angetrunken, den es war ein junger sehr gut schmeckender wein und das ist was georgisches essen und trinken auch so aufregend macht - alles schmeckt intensiv und umschmeichelt die geschmacksnerven. wir unterhielten uns angeregt mit allen - soweit unser georgisch funktionierte, und hermann und ich bekamen neue namen : hermann ist jetzt emsari und ich bin jetzt leri ! danach besuchten wir noch eine kleine kirche auf den huegel und lascha, der sohn, begleitete uns. die kirche war verschlossen und lascha rief irgentwo an und suchte danach den schluessel im gras. kurz danach standen wir in der kirche. nach dem kirchenbesuch lernte ich wieder mit keso, der 7 jaehrigen tochter von teona auf der veranda georgisch, und zwar farben und alles was am kopf ist, wie augen, nase, mund usw. und natuerlich alle suessigkeiten, dann waren wir noch einkaufen, und wieder zu hause gabs schon wieder leckeres essen. es ist luftig warm hier und wir haben ueberhaupt keine plaene zum weiterreisen, wir lassen einfach alles laufen und geniessen das was auf uns zukommt, auf jeden fall is es jetzt schon nach gerade mal 2 tagen wieder ne tolle erfahrung hier zu sein, die tollen georgischen buchstaben zu entziffern, gut zu essen und zu trinken und an einem schoenen ort zu wohnen mit total netten menschen und sich auszutauschen. didi madloba ika ! na denn bis moin, euer leri | |
![]() an einer quelle |
![]() der besuch is angekommen | ![]() ziemlich georgisch |
![]() tekla da keso |
![]() jagger | ![]() more artworks |
| mzcheta | 30 Aug 2010 |
| ein bis jetzt ereignisreicher tag. nach den fruehstueck fuhren wir nach tiflis rein zum einkaufen, und zwar da wo das stadion von dynamo tiflis ist. es sieht aus wie die orion und in der naehe ist ein grosser markt. der markt ist verwinkelt und voller kleiner gassen, voll licht und schatten und unendlich vielen kleinen wie grossen verkaufsstaenden, so wie in basra. 2 der typischsten kraeuter der georgischen kueche, koriander und dill gibts hier in rauhen mengen, dazu unendlich viele auberginen, tomaten, gurken usw. usw. tiflis is eh ne stadt fuer visualisten, der ganze bezirk hinter dem hauptbahnhof ist chaotisch, wuselig, laut, schnell und voller informationen. es duftet nach frischgebackenem chatchapuri und stinkt gleichzeitig nach abgasen, überall kann man alles moegliche einkaufen von zigaretten bis zu heiligenbildern und kwas, ein erfrischungsgetraenk was fast wie cola ohne kohlensauere schmeckt, handys bis zum abwinken, wettbüros geben sich die klinke in die hand, dubios aussehende wechselstuben neben pepperoniverkaeuferinnen, und alles is staendig in bewegung, ich bin begeistert und könnte 100000 bilder gleichzeitig fotographieren, hab aber meine kamera zu hause gelassen ! wir kauften chatchapuri-kaese ein und ein halbes kilo walnuesse um spaeter bashe zu machen, diese grossartige georgisch walnusspaste, dazu ne stange astra, unsere lieblingskippe hier, und natuerlich das allheilmittel borjomi-wasser. nach dem markt fuhren wir noch durch tiflis und besuchten teonas vater, der grad nen boxring mit nem freun zusammen baut. auf der fahrt dorthin sah man sehr oft im schatten sitzende maennergruppen, die karten spielten, schnaps tranken oder gerade gefangenen fisch verkauften, wie gesagt ueberall ist bewegung und aktion. wir kamen zu einem hotel, wo halt in naechster zeit der besagte boxring entsteht. teona erzaehlte ihrem vater das ich auch mal einen boxkampf gehabt hatte, was allerdings schon 15 jahre her ist und damals eher ne kunstpartyeventperformance war. ich glaub die ganze truppe um uns rum hat das nich so ganz verstanden.......!?!? danach besorgten wir ne handykarte für mich, den ich hab mein altes nokia 3310 mitgenommen und wir koennen unsere bekannten in tiflis anrufen, was einiges erleichtert. die letzte station unserer einkaufstour war nen riesensupermarkt, in dem es ziemlich viele original deutsche produkte gab, z.b vieles von gut und guenstig, nutella, ritter sport usw. zuhause angekommen wurden wir wieder mit gesundem, frischem, guten essen verwoehnt, danach gabs kaffee und astra und einen moment spaeter kamen so 15-20 georgische bekannte zu besuch und brachten kuchen mit. viele konnten deutsch und nach anfaenglicher zurueckhaltung unterhielten wir uns mit ihnen. so ploetzlich wie sie gekommen waren, waren sie auch wieder weg - ein wahrscheinlich ziemlich georgisches erlebnis ! ansonsten gehts uns richtig gut, das wetter ist heiss bis angenehm luftig warm, und hier wo wir wohnen ist es unglaublich ruhig und entspannt - irgentwelche reiseplaene haben wir noch nicht, mal sehen was auf uns zukommt. bis denne euer leri | |
![]() vor dem kirchenbesuch |
![]() silverstar | ![]() chelosani |
![]() bananen wachsen im wohnzimmer |
![]() mit der bauernfamilie | ![]() futuristisches klingelbrett |
| mzcheta | 30 Aug 2010 |
| 28.8.vier uhr morgens landung in tiflis. teona, ikas schwester, holt uns vom flughafen ab. die fotos vom letzten georgien-blog genuegten zu unserer identifizierung. wir fahren ca. 4o km vom flughafen ueber tiflis nach mzecheta, in ein dorf (eine braurerei gleichen namens braut dort ein sodbrennerbier). Angekommen in Iraklis vollkommen ungeorgischen und auch undeutschem haus (stichwort: rechter Winkel), alles ist rund und somit sehr weiblich, wohnen ja auch vier frauen hier. Wir essen und trinken und reden. Ich muß dann aber endlich mal schlafen. Stehe erst gegen eins wieder auf, obwohl noch sehr muede aber auch sehr neugierieg. und in der kueche wartet ein herrliches sausme, von natela zubereitet, auf uns. Von den Kindern Keso und Tekla werden wir noch etwas argwoehnisch taxiert. mit dem Hund Jagger wollte ich einen spaziergang in richtung dorf unternehmem (teona warnt mich vor der roten springnatter), doch ist der georgische hund ein freigeist und laeuft mir nicht hinterher, sondern mir voraus ueber wiesen und felder, will mich durchs dichteste gestruepp fuehren, folge ihm bis es fuer mich nicht mehr weitergeht. es geht auch hier auf den herbst zu, doch ist hier alles so sattgruen und viele mir unbekannte pflanzen stehen in voller bluete, die ganze natur legt wieder einmal ihr unwiderlegbares bekenntnis zum rausch ab - und mir kommt der gedanke, daß am ende dieser reise einschließlich der beiden vorhergegangenen wir erst zwei monate unserer lebenszeit in sakartvelo verbracht haben werden. DAS WIRD NICHT REICHEN, NICHT FÜR UNS. hier mit dieser natur und der mentalitaet der menschen bricht all mein getriebensein des letzten jahres von mir hartschalig auf und ein anderes zeitgefuehl keimt, erobert die letzten zoegernden gedanken bis endlich die seele zur ruhe kommt, um gefaeß sein zu koennen für das, was folgen wird. ich komme zurueck, der hund ist selbstredend schon da. Alle reden und spielen mit den kindern. Kerl ueberredet mich zu nem Kazbegi (Bier). wir philosophieren Irgendwann sage ich: " nun habe ich den zustand der nuechternheit verlassen und den zustand der trunkenheit noch nicht erreicht, das ist genau der scheitelpunkt der umfassender zufriedenheit. " Kerls replik: es ist immer gut wenn ein mann sein vorhaben umsetzt. " Es ist wie immer: ein gutes gespraech stabilisiert die welt. Nun aber ab in die heia, mittagschlaf, in Kesos lachen, das von unten zu mir heraufstuermt (Sie gibt Kerl georgisch-unterricht) schlafe ich ein mit lauter wirren traeumen. abends fahren wir zu einer baeuerin milch holen, ja diese kuehe will ich sehen, sie sind frei, tragen noch stolz ihr gehoern sind gut genaehrt, kein fett und reine, sehnige muskelkraft. spaet abends das naechste bier, alle sitzen auf der veranda quatschen, spielen mit den kindern - dann kommt der mond riesengroßsattgelb ueber die berge und setzt sich auf das angrenzende maisfeld un uns anzuschauen. bis denn Hermann | |
![]() kirche in mzcheta |
![]() innenhof | ![]() baugerüst |
| mzcheta | 31 Aug 2010 |
| heute war ein langer, ruhiger heisser tag, temperatur so um die 30 - 35 grad. am morgen gab es frisch gemachte chatchapuri´s aus der pfanne, die waren so locker und luftig und zergingen fast auf der zunge. bis zum fruehen abend war nicht viel zu tun, ich lernte wieder n bisschen georgisch mit keso, hermann meisselte georgische buchstaben in einen grossen stein und ich schnitzte danach den halben tag an einem holzstab rum, keso bemalte inzwischen kleine steine mit herzchen. zwischendurch gab es wieder mal lecker gorgisches essen und der tag plaetscherte so vor sich hin. am spaeten nachmittag machten wir nen ausflug nach mzcheta-city und besuchten die dorfkirche, die allerdings von einem schutzwall umgeben ist, das wort dorfkirche ist eher untertrieben. mzcheta war frueher die koenigsstadt und ist noch aelter als tiflis, das so 479 n.c gegruendet wurde. danach fuhren wir noch auf einen berg, um die naechste kirche zu besichtigen, die inzwischen zum unesco-welterbe gehoert. von hier hat man eine irre aussicht auf die umgebung und kann sehen was die georgische landschaft praegt, weitverzweigte berg und tal-landschaften, die im norden im grossen und im sueden im kleinen kaukasus auslaufen, dazwischen schlaengeln sich die grossen fluesse des landes. für morgen haben wir uns das erstemal seit wir hier sind nen reiseplan ausgedacht, wir wollen nach kasbegi, der kleinen stadt, am rande des maechtigen 5000er kasbeg-bergs, die man ueber die alte georgische heerstrasse erreicht. alten mythologie zufolge soll prometheus genau hier angekettet gewesen sein ! kasbegi liegt auf 1700 m und ist 130 km von hier entfernt. wir werden nen minibus nehmen, das total billig und man kann viel von der landschaft sehen. hoffentlich is da oben nich zu kalt .......... bis spaeter | |
| mzcheta | 02 Sep 2010 |
| moin hier nur n kurzer eintrag, der tag gestern war so heiss das wir nich weitergereist sind, jetzt gleich machen wir uns auf den weg nach kasbegi, obs da internet gibt weiss ich nicht, und mal sehen was es von da zu berichten gibt, ansonsten kommt die ' abenteuer des emsari da leri im kaukasus ' etwas spaeter nach. thats its for now folks - kargat | |
![]() busbahnhof didube |
![]() zwischenstop | ![]() satchmeli ! |
| kasbegi | 03 Sep 2010 |
| hallo aus kasbegi. unser letzter tag in mzcheta war der wohl traegste tag bisher. es war heiss und wir hingen nur im schatten rum, schnitzten holz, alberten mit den kindern rum, zwischendurch gabs zu essen und wir vertroedelten komplett den ganzen tag. nach dem essen am abend sassen wir noch lange draussen und unterhielten uns. wir kauften noch ne flasche eniseli-brandy und machten die flasche leer. noch spaeter trat in ein fettnaepfchen ! am naechsten tag fuhr und teona nach didube, das ne grosse busstation im norden von tiflis. von hier kann man ueberallhinkommen und wir machten uns nun auf den weg nach kasbegi. die fahrt dauerte so 3 stunden und die landschaft war ziemlich schoen, wir hielten zwischendurch an eiskalten bergquellen wo man sich erfrischen konnte und passierten einen fluss, der uebersetzt - beeil dich ein bisschen - heisst. die fahrt ging entlang der alten georgischen heerstrasse und war schon eine kleine reise in sich. gegen 5 erreichten wir kasbegi, eine kleine stadt, gelegen in einem riesigen tal umgeben von 2-5 tausendern, sehr imposant. wir landeten bei emma und ihrer familie, und so gleich gabs was zu essen und zu trinken. die familie hatte grad besuch und der wiederrum schenkte uns wodka aus, dazu wieder essen. gut angetrunken fiel ich irgentwann ins bett, hermann trank noch weiter und hatte am naechsten morgen nen kater. nach chatchapuri fruehstueck erkundeten wir den ort, den kasbeg, den wir bei der ankunft noch sehen konnten, war weg, das ganze tal war im nebel gefangen und nur ab und zu lugte nen sonnenstrahl durch. unser vorhaben prometheus von seine kette zu befreien war damit abgehakt. es war das erste mal kalt seit wir hier waren und wir waren immer noch muede vom vielen essen und trinken, also nach hause und pennen. nach ausschlafen gingen wir wieder ins dorf und ich schreib grad. evtl. fahren wir jetzt noch zu nem friedhof, von dem mindia erzaehlt hatte. auf der busfahrt kam hermann mit ihm ins gespraech, er sprach englisch und studierte in tiflis. kasbegi ist ein ziemlich langsamer und verschlafener ort und wenn das wetter nich gut is kann man auch nich so viel machen. heut abend gibs wieder reichlich essen, wir muessen jedesmal erklaeren das wir keine georgier sind und nicht soviel essen koennen, dann lachen die georgier ! na denn bis spaeter | |
![]() nebel ueber stepanzminda |
![]() tankstelle | ![]() kasbeg - 5033 m ! |
![]() einkaufsstrasse in stepanzminda |
![]() pekria, die nachdenkliche | ![]() stalinstrasse |
![]() georgian transport |
![]() naturkunst | ![]() brücke ohne grund |
| kasbegi | 04 Sep 2010 |
| hola hombres nach dem gestrigen oeden tag heute genau das gegenteil. der morgen war sonnig, der kasbeg begruesste uns mit all seiner wucht und schoenheit. am abend zuvor gabs noch so gutes essen und dazu nen weissen wein, dasalles wie medizin wirkte. wir waren wie ausgewechselt und genossen in der morgensonne im garten den ersten kaffee und die erste astra. ich entwickelte die theorie der kaukasischen strahlen, die hier im grossen kaukasus auf einen wirken. man wird staendig davon angestrahlt und je nach eigener stimmung wirken sie. ich trank bier zum fruehstueck, denn damit kann man die wirkung auf ein gutes level bringen. wir fruehstueckten mal wieder super sachen wie etwa gebratene chinkali mit kartoffelfuellung ! unten im dorf fand heute der kasbegi-marathon statt, das ganze dorf war auf den beinen und es war ne menge los, wir trafen mindia und verabredeten uns fuer spaeter. dann machten wir uns auf den weg um zur sameba-kirche zu gelangen, nen ziemlich anstrenger weg und zwei stunden spaeter standen wir auf 2000m hoehe und es war fantastisch. der blick hier verstaerkte meine theorie der strahlen, denn hier wirkt eine gewaltige naturkraft, der man sich nicht entziehen kann. wir besuchten die messe in der kirche, mit absolut irren frauenchorgesaengen, was dem ganzen noch ein drauf setzte. hier trafen wir auch mindia wieder, der mit seinen freunden den kurzen weg waehlte, das dauert nur 45 min, man muss aber absolut fit sein. wir verweilten ca ne stunde auf dem berg, und genossen die atmossphaere. der abstieg ging schon leichter und dauerte nur ca ne stunde, dann erstmal chatchapuri da ludi. wir warn ganz schoen platt. gerade als wir fertig waren kam der letzte lauefer ins ziel, ca 60 jahre alt, alle jubelten. wir lernten auch noch ein paar aus aserbaidschan kennen und unterhielten uns ne wiele mit denen, sehr nett, der mann konnte was deutsch und wir was georgisch und sie erzaehlten von baku, der hauptstadt und das es da sehr schoen sei. jetz is grad die internetverbindung weg und ich muss schnell kopieren.... so hat gklappt, das ne ziemlich wackelige verbindung hier aber jetzt gehts wieder. so das zu heute morgen gehts zurueck nach mzcheta wo wir noch ntag bleiben und dann nach tiflis, wo wir dann lauter alte bekannte besuchen werden also bis denne | |
![]() hermann im kaukasus |
![]() sameba kirche auf 2000 m | ![]() blick auf stepanzminda |
![]() kerl mit lada |
![]() da hängt prometheus | ![]() kerl im kaukasus |
| mzcheta | 05 Sep 2010 |
| nach schoenen tagen in kasbegi, bis auf den einen, sind wir wieder in mzcheta, genauer gesagt in dem dorf inner naehe von mzcheta, in den schoenen haus auf dem lande. die busfahrt zurueck ging ungewoehnlich schnell, kein wunder wenn man von 1700 meter n berg runterfaehrt. im bus lernten wir noch daniela aus magdeburg kennen, der es aehnlich wie uns hier in georgien geht. die offenheit und freundlichkeit der menschen, die schoene landschaft und natuerlich das essen und trinken, all das hinterlaesst seinen spuren. pekria und emma, ihre mutter, versorgten uns mit soviel gutem essen, getrennt angerichtet auf unsere speziellen wuensche, wie mit und ohne zwiebeln, vegetarisch oder nich, und trinken, das wir im moment eher uebersaettigt sind und ne kleine pause machen, genauso wie mit schnaps und wodka - bier geht noch. anscheinend wollten wir immer die georgier imittieren und immer dabei sein wenns ums essen geht, aber wir sind halt keine georgier. unser berliner fruehstueck, kaffee und kippe haben die ueberhaupt nich verstanden, da gabs eher immer was zu lachen ! vielleicht gibs heut noch ne kleinigkeit, aber ich hab eher bock auf kaltes bier, denn es ist immer noch ziemlich heiss. morgen gibs dann berichte aus tiflis, mal sehen was da noch so alles auf uns zukommt. na denn bis moin | |
![]() in tbilisi |
![]() blick auf tbilisi | ![]() tbilisi sonnenuntergang |
| tiflis | 06 Sep 2010 |
| heute morgen fuhren wir mit teonas vater nach tb rein, tb is jetzt meine abkuerzung fuer tiflis, und fuhren vom norden mit der ubahn nach tb rein, kamen an meiner lieblingsstation - elektrodepo - vorbei, passierten den hauptbahnhof ( siehe hermanns bericht) und landeten an der station mardzhanishvili. es war alles vertraut und wir liefen die aghmasheneblis strasse lang auf der suche nach nem hotel. wir landeten im hotel istanbul, kost zwar n bisschen, aber tb is ziemlich heiss und wir haben ne minibar und aircondition. erstmal ausruhen und ausgiebig duschen. danach gingen wir zum tuerken um pilav und linsensuppe zu essen, dazu natuerlich chai. dann wieder ausruhen, die klimaanlage verstehen und anwenden und dann machten wir uns auf den weg in die ninoschwili, wo wir letztes jahr gewohnt hatten. es wurde ein grossartiger abend, wir trafen dimitry und zoya und maka wieder, die uns damals so gut versorgt hatten. unsere befuerchtungen das es dimitry nich so gut geht verflogen schnell, wir sassen zusammen und es war einfach schoen, sie freuten sich total das wir sie besuchten und natuerlich gabs essen und trinken. wir lernten auch cacha kennen der uns wein einschenkte und mit dem wir morgen abend ins stadion von dynamo tiflis gehen und das spiel georgien gegen israel anschauen. ich habe tatsaechlich 12 glaeser wein auf ex getrunken, auf die deutsch georgische feundschaft, auf alle suessen kinder der welt, auf die schoenen frauen in georgien, auf die familie, auf die schoenen deutschen frauen usw. usw. und bin trotzdem nur gut angetrunken. dimitry gab uns noch 2 flaschen selbstgemachten wein mit, und sagte das n kleiner schluck zum fruehstueck genau das richtige sei. tb gefaellt mir wieder gut, die strassen sind voller baueme, jedenfalls da wo wir sind, und max liebermann haette hier seine wahre freude an den licht- und schattenspielen, die die sonne hier veranstaltet. wir sind voellig aufgedreht und tb lebt quirlig auf und die temperatur ist lau, georgien pur, siehe auch kaukasische strahlen ! fuer naechstes jahr sind wir schon von cacha nach radscha eingeladen, wo wir in nem grossen haus auf 4000m hoehe das ganze geniessen koennen, viele georgier sagen das radscha umwerfend schoen ist, ich glaubs ihnen. morgen wollen wir ins kaukasiche haus und naira und thea wiedertreffen, aber jetzt is erstmal ausschlafen dran, viva sakartwelo !! | |
![]() haus 1 |
![]() haus 2 | ![]() haus 3 |
| tiflis | 07 Sep 2010 |
| tiflis wacht langsam auf und wir troedeln durch die strassen und suchen nach nem kaffee. es wir heiss heute und die abgase druecken. wo wir jetzt sind, wird gerade vieles aufgepeppt und die verschlafene schoenheit von tiflis kommt zum vorschein - siehe paris des ostens - in ein paar jahren wird sich hier vieles veraendert haben, das strassenbild ist der anfang davon. heut abend jedenfalls sind wir sehr gespannt auf unseren ausflug zum fussballspiel, danach gehts wahrscheinlich wieder zum essen und trinken ........ bericht folgt ! | |
![]() betonklops |
![]() dynamo tiflis stadion | ![]() innenstadt |
| tiflis | 09 Sep 2010 |
| .... und es geht weiter. die letzten 2 tage sind wir abgetaucht, uns gings nich gut, alles war irgentwie nich im lot, leichte kopfschmerzen, der magen, leichtes schwindelgefuehl und immer irgentwie schlapp und muede. nach unserem treffen mit zoya und dimitri wollten wir ja am naechsten abend mit zum fussballspiel georgien gegen israel. hermann blieb im hotel und musste sich hinlegen, ich machte mich auf den weg in die ninoschwilli um die anderen zu treffen und dann zum stadion zu gehn, kehrte aber auf halbem weg um den ich fuehlte mich total alle. am naechsten morgen gings hermann gar nich gut. wir gingen zur deutschen botschaft um nen arzt zu finden der deutsch oder englisch spricht. dann checkten wir noch aus dem hotel aus und wechselten dank thea\'s hilfe in nen billigeres ein. wir fuhren zum arzt und hermann wurde gruendlich durchleuchtet, mir gings inzwischen wieder ganz o.k. - diagnose : wir hatten viele symptome der hoehenkrankheit ! unsere kasbegi-nummer mit mal eben auf 1700 m und dann schnell noch mal auf 2000 m aufsteigen, war wohl etwas zuviel fuer 2 berliner, die sonst nur im kiez abhaengen und feiern usw. na ja, hermann is jetzt nochmal beim arzt um alle messdaten usw. zu checken und zu hoeren was noch zu tun is, es geht ihm aber auch schon wieder gut ! unser 2.tag in tb begann mit einem treffen mit thea, die im kaukasischen haus arbeitet. wir sassen lange im schoenen hofs des kaukasischen hauses mit ihr und unterhielten uns sehr angeregt ueber gott und die welt. sie freute sich uns wiederzusehen und wir brachten fuer sie und naira kleine geschenke mit, die schnell in den kuehlschrank mussten, weil sie sonst schmilzen wuerden. naira war nicht da, kam aber spaeter dann doch noch und auch da wurden alle news ausgetauscht. mal wieder ein interresantes treffen. danach gingen wir mit thea noch in ein russisches restaurant, wo ich endlich mal wieder leckere chinkali mit kaese bekam, und unterhielten uns weiter. dann kamen so langsam unsere hoehensymptome durch und wir gingen ins hotel. den naechsten tag verbrachten wir dann halt mit botschaft, arzt und neues hotel beziehen und am abend hatten wir maechtig hunger und gingen zum inder, der hier um die ecke is wo wir grad wohnen. das essen war gut, die preise ungewoehnlich hoch fuer hier, etwas teurer als bei uns, aber o.k - jetzt wohnen wir am anfang des rustaveli-boulevards in ner riesiegen wohnung, an allen waenden im grossen empfangsraum haengen bilder von georgischen malern, also sowas wie ne kuenstler-wg, geleitet von ner netten alten dame, die auch malt. jetzt mach ich erstma pause und komm spaeter noch mal wieder ....... kargat | |
![]() cafe im park |
![]() tbilisi metro | ![]() wasserspielplatz |
| tiflis | 09 Sep 2010 |
| so jetzt gehts weiter. hermann is vom arzt zurueck und es ist soweit o.k, er soll halt in berlin noch mal zum arzt. ich fuehl mich wieder voll o.k und hab schon wieder bier getrunken, ganz in der naehe von uns isn total schoener park, wo ich schreibe und den schoenen georgischen frauen hinterher sehen kann. wenn ich so das bisher geschriebene nochmal durchgehe hoerts sichs an als waeren wir auf ner riesigen sauftour durch georgien, is aber nicht, ich will auch nicht den rekord brechen in weinglaeser auf ex trinken. diesmal haben wir viel mehr zeit um tb besser kenne zu lernen. was man hier sehr schnell merkt ist, das tb nicht unbedingt ne stadt zum spazieren gehen ist, die luft is manchmal so voller abgase, das einem schwindelig werden kan, und trotzdem will ich unterwegs sein und alles erkunden. hier ist es laut und heiss und geheimnissvoll und idyllisch und unruhug und romantisch zugleich. man kommt vonner hauptverkehrsstrasse in eine seitenstrasse und die zeit scheint still zu stehen, dann is da ploetzlich ne kleine parkanlage mit springbrunnen, in dem kinder spielen, geht man weiter schiessen einem opels und mercedes entgegen, es gibt jetzt noch mehr opels als letztes jahr ! was gut tut ist immer wieder mal ne pause zu machen und n bier zu trinken und ne kleinigkeit zu essen, und dann weiter entdecken. die architektur ist oft voellig chaotisch und es gibt viele ecken, die ich sofort knipsen musste - fotos gibts leider erst wenn ich zurueck bin - alles in allem find ichs hier schon ziemlich aufregend, die u bahn z.b. fuehlt sich total klebrig an und ist auch ziemlich duester. inzwischen sind wir profis und kaufen gleich groessere mengen jetons, um durch die sperren zu kommen. abends wird manchmal sehr geheimnissvoll, denn es gibt viele kleine spaerlich beleuchtete ecken und kellerlaeden, wo man nich weiss was da passiert oder was da verkauft wird, manchmal sinds auch nur kleine fensterluken in toreinfahrten an denen junge maenner rumlungern und irgentwas klarmachen. man selbst klebt abends uebrigens auch. wir werden die letzten tage auch hier in tb verbringen und nicht mehr nach telawi fahren, unsere naechste georgien-reise wird auch nicht wieder im sommer sein, das is einfach zu anstrengend, besser im herbst da is hier so um die 20/25 grad und man kann entspannter reisen. am anderen rechner sitzt grad hermann und schreibt auch mal wieder was online, ich bin durch fuer heute, na denn bis moin | |
![]() am blumenmarkt |
![]() löwenbräu | ![]() blick von oben |
| Tbilissi | 09 Sep 2010 |
| zu Mzcheta 29.8.: Kerl und ich haben jeweils ein kl. zimmer und wirklich schoene . morgens, stehe um 7.30 auf, als muesst ich zur arbeit. die haehne kraehen die esel begruessen ia-roechelnd den tag, die sonne steigt, es wird wieder ein heisser tag. sitze im kinderstuhl vor der veranda und rauche ASTRA, (die lagen ungefragt auf dem tisch!)trinke wasser und schreibe. Teonas Mutter schaut durch die tuer und bringt mir einen grossen heissen georgischen kaffee. rundgang um Iraklis-hand-made-haus, fotos gemacht und ein gedanke kommt: Kann man seine erinnerung kaputtfotografieren...? Gespraech mit Kerl ueber Bauphilosophische telekinese, die in sehr eigener dreifaltiger Zen-Philosophie gebettet ist. Nach einem guten gespraech stabilisiert sich die welt - auch wenn esminuten spaeter nicht mehr nachvollziehbar ist. so ist die luft voller schwalben, die baeume ein mietshaus tratschiger spatzen, und die bienen vollkommen gelb da sie ein pollenbad genommen haben, eine eidechse laeuft ueber meinen unterarm und unterhalb der sonne kreist der MIMINO=Sperber. dann ein lustiges fruhstueck mit Natela, Teona, Kerl und den Kindern (Keso da Tekla). Ich erzaehle davon, wie unsbeim erstenmal in Georgien auffiel: Je dicker der mann desto schoener die frau. Dazu Natela: glaubst du ich haette einen dicken mann ghabt...? allgemeine erheiterung. | |
![]() springbrunnen |
![]() am rustaveli | ![]() springbrunnen |
| tiflis | 11 Sep 2010 |
| ich kanns einfach nich lassen, trotz meiner empfehlung/beobachtung das tb keine stadt zum spazierengehen is, besonders im sommer, ziehts mich magisch nach draussen. gestern bin ich 2 stunden rumgelaufen um alle geheimnisse zu erforschen, mir war schon nach ner halben stunde trieselig, ich konnt aber nich aufhoeren, und es war heiss. auch auf der 3.reise is soviel undurchschaubares, meist alltaegliches, was mich innerlich aufwuehlt und bewegt. ich weiss nich warum, aber mein gefuehl hierher is unglaublich stark. ich knips total viel, weil hinter jeder ecke irgentwas unerwartetes passiert. wahrscheinlich sinds die kaukasischen strahlen, fuer die ich so empfaenglich bin. unser domizil ist ziemlich cool, wir haben nen grosses zimmer mit bad und morgens gibts n kleines fruehstueck, zusammen mit russen und aserbaidjanern, alle sind neugierig auf den anderen und alle sprechen englisch, unsere vermieterin is auch cool, wir brauchen den sonntag nich bezahlen, koenn aber im haus bleiben bis wir dann um 4.40 abfliegen. gestern hab ich nen brief an ihre tochter geschrieben, wegen lookline, denn die malt ziemlich geile bilder, was mir spontan einfiel war dix, deix und goya, duestere alltagsbetrachtungen, aber mit schwarzem witz. na mal sehen wie viel georgische kuenstler bald bei lookline sind - ich bleib dran. gestern gegen abend warn wir noch lecker chatchapuri essen und es kuendigte sich regen an, der dann auch die ganze nacht auf tb fiel und alles herrunterkuehlte, total angenehm, auch geht damit das tempo hier insgesamt runter, die unruhe wird weniger und es wird auch leiser. wir kauften auch noch stadtplaene von tb, fuer jeden einen. morgen wollen wir noch zum flohmarkt hier in der naehe vielleicht find ich ja noch paar mitbringsel. der tag heute is bis jetzt regnerisch und es tut wie gesagt gut, wir werden nich viel machen, wollen aber noch in die ninoschwilli uns bei unserer netten familie verabschieden, ansonsten werden wir noch essen und bier trinken und wahrscheinlich noch thea treffen, und natuerlich alles was passierte und passiert in unsere hefte schreiben, denn wenn alles klappt erscheint vielleicht naechstes jahr ein absolut subjektives reisebuch von hermann und mir ueber georgien. wir hoffen das das hinhaut, denn unsere handschriftlichen abenteuer im kaukasus sind wesentlich ausfuehrlicher als hier im internet-tagebuch. auf jeden fall gehts uns gut und wir werden die letzten 2 tage noch geniessen und versuchen wenigstens noch eins von den unendlich vielen georgischen alltagsgeheimnissen zu lueften. didi madloba sakartvelo !! | |
![]() skulptur mit rahmen |
![]() regentag | ![]() neben vake |
| tiflis | 12 Sep 2010 |
| so hier noch schnell der letzte eintrag bevors zurueck geht. wir sind grad in der ninoschwili bei unserer familie und ich kann an rechner. die letzten tage waren regnerisch wir sind aber trotzdem unterwegs gewesen. georgien urlaub is anstrengend, aber ich kann nich genug kriegen, wir wollen beide nich weg, aber berlin ruft. morgen in berlin schreib ich noch mal alles genauer auf ! also folks auf georgien und bis morgen | |
| tiflis | 13 Sep 2010 |
| hier doch noch n eintrag, jetzt is so 2 uhr morgens und wir sind in der ninoschwili, es gibt gebratene chinkali mit kaesefuellung und wodka, hermann pennt und ich hab einen zu haengen. inner halben stunde faehrt uns dimitry zum flughafen und unser grossartiger urlaub geht jetzt dem ende entgegen. wie gesagt wir wollen garnich weg. morgen in berlin schreib ich noch was ueber die letzten 2 tage, die zwar etwas verregnet, aber schoen waren. eigentlich wollten wir uns nur verabschieden von maka, zoya und dimitry, und was halt so viel an georgien ausmacht ist dieses sofort in die ganze familie reinkommen, und mit essen und trinken verwoehnt werden. falls wer mal nach tb reisen will, ich kann die ninoschwili nur empfehlen ! so, jetzt rauch ich noch ne astra und dann gehts zum airport. bis moin | |
![]() street art |
![]() flohmarkt | ![]() trash markt |
| tiflis-berlin | 13 Sep 2010 |
| zurueck in berlin, kalt, regnerisch, grau, kennt man ja, immer wenn man ausm urlaub zurueck kommt mit sonne und badespass is berlin grad regnerisch. die letzten tage in tb warn ja auch regnerisch, aber das war voll o.k, war halt nich so heiss wie davor. die ganze zeit wenn wir durch tb liefen hatte ich den bolero im kopf ! war ravel mal in tb ? muss ich mal googlen. wir liefen jedenfalls am samstag nachm fruehstueck los. am abend vorher gabs noch n kleines aserbaidjanisches familiendrama bei uns im hotel, soweit wir alles verstehen konnten verletzte der eine mann seine frau mitm messer an der hand und wurde ausm hotel geschmissen, da warn wir grad noch unterwegs, ging wohl noch mal glimpflich aus. wir machten uns auf den weg in die sandukeli-strasse, wo das goethe-institut ist, da gibts das cafe goethe, wo man laut reisefuehrer sehr guenstig auch deutsche kueche bekommen konnte, das wollten wir natuerlich mal checken. man geht ne ziemlich steile strasse hoch und steht dann vor nem schoenen alten haus, leider war auch diesmal keiner da, weder im cafe noch im goethe-institut, also wieder nix wegen feedbackorchester in georgien. wir gingen dann weiter und kamen in nen bezirk, der ganz anders war als das was wir bisher von tb gesehen hatten, kaum alte haueser mit holzvertaefelungen und geschmiedeten balkons, sondern eher so 70er jahre architektur, nich so chaotisch, eher aufgeraeumt, wirkte n bisschen wie n szene-viertel und wie wir dann spaeter aufm stadtplan sahen grenzt der bezirk an vake, was wohl in tb eine der beliebtesten wohngegenden is. wir knipsten und troedelten weiter und gelangten dann wieder zur kostava-strasse, die verlaengerung vom rustaveli-boulevard. hier fanden wir nen gutes restaurant, mit guten preisen und gutem essen, also wieder mal essen und trinken. nach dem essen und trinken gings wieder ins hotel, denn es regnete wieder staerker und man konnte nich mehr so rumlaufen, der bolero immer in meinem kopf. im hotel sahen wir noch tv und schrieben in unserer reisetagebuecher. am sonntag gings dann zum flohmarkt, den wir letztes jahr entdeckt hatten. ich kaufte ne cd für 5 lari, das sind so 2 euro, und zwar deep purple in rock - mit nem klassiker von damals - speed king - dazu rockten wir in 70ern auf den knien ab, hermann kaufte nen wolga-kombi modellauto und nen flaggenbuch. auf dem flohmarkt gibs auch ne abteilung fuer oelbilder, da steht der geilste trash rum, umgeben von georgischen trinkhoernern und lauter kunsthandwerknippes, is eher nen markt fuer touristen, da gibs bestimmt noch bessere flohmaerkte n bisschen raus ausm zentrum. nachm flohmarkt erstmal wieder ins hotel - war noch was nieselig - dann spaeter kamen wieder paar sonnenstrahlen raus und wir machten uns auf den weg zur ninoschwili um uns zu verabschieden. wir erzaehlten von unserer hoehenverschiebungskeineahnungwiemanaufbergesteigt-geschichte und was passierte wohl ? maka ging los um frische chinkali mit kaese zu besorgen, sie hatte sich gemerkt das ich die mit fleisch nich esse und zog los. also blieben wir laenger als gedacht da und unterhielten uns so gut es ging, und es geht immer besser, mal wieder sehr familiaer und nett. dann gabs essen und dimitry bestand darauf uns nachts um 3 zum airport zu bringen. wir fuhren mit der metro zurueck ins hotel und packten alles zusammen, gingen noch aufn bier ums eck und warn so gegen 1 per taxi wieder in der ninoschwili. hermann legte sich noch was hin und ich sass mit der familie in der kueche und bekam halt noch kaffee und gebratene chinkali und wodka, ein schoeneren abschluss der reise konnt ich mir nich vorstellen. dann gegen 2.30 gings los, herzliche verabschiedung von allen und ab zum flughafen. der flug war anstrengend, man kann ja nie so richtig schlafen im flugzeug, und dann mit zwischenstopp in wien warn wir so gegen 9 in berlin. hab auch gleich fotos abgegeben, die so schnell wie moeglich online sind. ich denk schon an die naechste reise ! kargat sakartvelo | |