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berlin14 Jul 2009
2. georgienreise vom 30.7 - 16.8 viva sakartvelo !

hermann in sefaköy

sefaköy

kerl in sefaköy
istanbul31 Jul 2009
schoene gruesse aus istanbul. leider haben wir unseren flieger nach batumi verpasst, warum wissen wir selbst nich so genau, aber ich denke wir sind in nen falsches zeitfenster geraten. na ja ........ jedenfalls sind wir jetzt im tegel von istanbul, weil der flughafen hier gleich um die ecke is. hier is auch schon wieder so wie in kreuzberg und wir haben auch schon tuerkische linsensuppe gegessen. das wetter is fantastisch und wir erkunden sefakoey (tegel von istanbul). zum glueck spricht hermann tuerkisch und wir kommen ganz gut klar. morgen werden wir versuchen noch 2 plaetze nach batumi zu bekommen, wir sind auf der warteliste. mehr dazu dann im naechsten eintrag ........ merhaba von kerl!

schon im sefakoey von berlin (tegel) gabs die ersten mysterien...und am Atatuerk Airport wurde ich wie Kerl meint, als waffenhaendler verdaechtigt. sie beschlagnahmten meinen leatherman (aber nicht das taschenmesser). nach einigem hin und her bekam ichs zurueck. Gut war, dass wir im flieger schon raki bekamen. det hotel istanblue (kerl liebt dieses wort) war wirklich gut. aber wir waren auch irgendwie ziemlich muede und sind mit merkwuerdigen ZDF- Beitraegen schlafen gegangen. Ja und hier im Elendsdorf (so heisst Sefakoey auf deutsch ists angenehm relaxed. bis morgen, hermann.

metro mardzhanishvili

mardzhanishvili platz

aghmasheneblis avenue
tiflis01 Aug 2009
wow......nach viel hin un her in istanbul sind wir jetzt in tiflis gelandet. vom flughafen gings direkt ins zentrum und mareb, der taxifahrer brachte uns ins hotel irina. das ist so etwa wie ne grosse wg kombiniert mit jugendherberge. da irina voll besetzt war wurden wir bei einer familie einquartiert. wir sind gluecklich in georgien zu sein und rauchen astra und trinken borjomi-mineralwasser. es ist warm hier und wir sind mitten im georgischen leben angekommen. da wir ein bisschen georgisch sprechen ist die kontaktaufnahme sofort da und wir haben jetzt schon alles was wir erwartet haben. die naechsten tage werden wir hier verbringen und unsere kontakte ueber/aus berlin anrufen und uns tiflis ansehen. bis jetzt is alles super und wir werden alles aufschreiben und schnipseln und kleben was uns in die haende faellt ! bis denne ....kerl

es ist dann doch alles so eingetreten, wie ichs eingentlich gedacht habe. komisch, und nur durch unsere dusseligkeit. wir hatten gestern nach dem missed flight versucht ne reservierung fuer heute nach batumi zu bekommen, aber der flug war ausgebucht, wie wir heute morgen erfuhren. uns kam die idee nach nem ticket fuer tiflis zu fragen und drei stunden spaeter gehts dann doch per himmel ins paradies. ueber die umbuchungskosten legen wir den mantel des schweigens, denn es hat alles so kommen sollen. wir haben das gefuehl gar nicht fort gewesen zu sein. dieses sakartvelo-gefuehl hat uns sofort wieder getoucht. herrrrliisch, wie kerl sagt. bis bald. hermann.

mardzhanishvili kutscha

in der metro

aghmasheneblis avenue
tiflis02 Aug 2009
gamardshoba, das is guten tach auf georgisch. tiflis gefaellt uns gut und das wetter ist luftig sommerlich. wir sind mal wieder mitten drin gelandet und wohnen mit 12 anderen reisenden aus aller welt in einer ca 80 m2 wohnung bei einer georgischen familie. die bude is voll und das ehepaar kuemmert sich um alle, macht kaffee und brot. gerade sind wir ne weile durch tiflis gelaufen und haben beim goethe-institut ne feedbackorchester-promo-cd in briefkasten geworfen. die haben grad ferien und vielleicht melden die sich ja mal wegen auftritten in georgien ! gestern abend waren wir natuerlich noch unterwegs und haben nen riesen-chatchapuri (tiflis-style) gegessen und nicht alles geschafft. danach gabs noch bier und den leckeren kindzmarauli rotwein. die erste nacht bei unserer familie war wie in nem theaterstueck. bis fruehmorgens ging irgentwer auf klo oder lief mit ner taschen lampe durch die wohnung und suchte was. erst nach einer weile schlief die ganze gesellschaft und es wurde ruhig ! heute will ich noch jemanden anrufen denn ich letztes jahr in ureki am schwarzen meer kennengelernt habe... more later kerl

ninoshwili kutscha - (home)

rustaveli avenue

am hauptbahnhof
tiflis02 Aug 2009
tuerkischer nachtrag: die erfahrung mit tuerkischen menschen in der tuerkei war sehr angenehm. alles freundlich, unaufdringlich aufmerksam und korrekt. das essen ist wunderbar (yesil mercimek - gruene linsensuppe. wollten mal die eso gelin corba probieren (brautsuppe) gabs aber nirgends. hab mir ueberlegt n buch ueber die linse zu machen; : geschichte, literatur und alle rezepturen. In sefakoey is bierkaufen wie porno kaufen: du kriegst es in ner schwarzen plastiktuete! bis denn Hermann.

zoya - kerl - dimitri

zoya + dimitri

zoya - hermann - dimitri
tiflis02 Aug 2009
jetzt ist es abends und das leben spielt sich auf der strasse ab. hab heute die erste kuenstlerin aus tiflis fuer meine geplante lookline-georgien seite kennengelernt, sie ist malerin und designerin und zufaellig die tochter von unseren herbergseltern. der naechste wird dann vielleicht irakli sein, der ist schriftsteller und macht kurzfilme more later !
tiflis03 Aug 2009
tiflis ist heiss, schon morgens knallt die sonne und wenn man viel rumlaeuft muss man immer wieder ne pause machen. hier gibts viel zu sehen und zu entdecken. frueher hiess tiflis wohl mal - paris des ostens - mann kann die schoenheit noch teilweise sehen, aber das meiste davon ist ziemlich abgebroeckelt. anders als am schwarzmeer ist hier die luft nicht so gut, denn tiflis liegt in ner senke und dadurch stauen sich hitze wie auch abgase, die letzten tage aber wars luftig und dadurch o.k. - es liegt hier auch eine subtile traurigkeit in der luft, die sich aber abwechselt mit dem was die junge generation hier will und auch macht. die orientierung nach westen ist ueberall zu sehn nur die kulisse, die die stadt dazu gibt ist halt noch in ner anderen zeit. wir haben traveller aus allen ecken getroffen, vielleicht geht ja der backpackertravel hier langsam los. heut werden wir mal unsere kontakte in tiflis checken und dann mal sehn wo und wies dann weitergeht. alle plaene sind relativ offen und wir lassen uns da hintreiben /- lenken wos halt dann weitergeht und o.k is. na denne bis die tage und kargat ! kerl

in tiflis

wurstpyramide

ninoshwili - (home)
tiflis04 Aug 2009
heut nacht gabs n urgewitter mit regen bis zum morgen. die temperatur ist jetzt merklich runter und die hitze ist aus der stadt. man kann gut rumlaufen ohne das man gleich vor hitze zerschmilzt. gestern haben wir uns mit irakli getroffen, den ich letztes jahr in ureki kennenlernte. er fuhr mit uns durch tiflis und dann landeten wir in nem touristenviertel. wir sagten ihm das uns das hier nich so gefaellt, tranken dann zusammen bier und unterhielten uns ueber deutsch-georgische themen. er hatte nicht viel zeit, aber heute treffen wir uns nochmal und er hat den tag ueber zeit. abends vorm gewitter warn wir noch oppulent georgisch essen und sassen mit unserer familie noch bei nen wein zusammen und guckten zdf. (die moegen alle deutschland hier). jetzt gleich werden wir metro fahren und das kaukasische haus besuchen, wo wir hoffentlich auf naira gelaschwili treffen, die die leiterin dieses instituts ist. mehr dazu gibs abends..... kerl
tiflis04 Aug 2009
jetzt waren wir im kaukasischen haus, leider war naira gelaschwili gerade nicht da. hermann hat sein letztes buch als geschenk da gelassen und wir werden morgen nochmal anrufen und sehen obs morgen klappt. inzwischen sind wir in ein eigenes zimmer mit balkon umgezogen, und es sind jetzt auch nicht mehr so viele traveller in der wohnung. unsere familie ist sehr nett und wir koennen von der wohnung unsere kontakte per telefon herstellen. mal sehen wie lange wir noch in tiflis bleiben, wir wollen doch bald ans schwarze meer wos einfach noch relaxter ist und unsere 1. georgienreise vor einem jahr begann. until than ..... kerl

hjo und borjomi wasser

3 x ausgang

flohmarkt in tiflis
tiflis04 Aug 2009
also nachdem treffen mit irakli in der altstadt (chichi-touri-nepp zu fantasiepreisen) wandeln wir ganz leicht angetrunken den fluss mtkwari entlang im heiteren gespraechen vertieft. aber man muss schon obacht geben nicht in eines der manchmal metertiefen schlagloecher zu fallen! o ja tiflis ist zum teil ziemlich runtergerockt, gibt aber immer noch eine ahnung vom flair als paris des ostens. in 10 - 15 jahren koennen sie hier ganze strassenzuege abreissen, wenn nichts geschieht. na ja, dann sind wir wieder in unserem kleinen georgischen restaurant gelandet, um nach herzenslust georgisch zu tafeln: chatschapuri (besonderes heisses kaesebrot), badrjani da bazhe (aubergine in scharfer walnusspaste), chartscho (sehr scharfe rindfleischsuppe mit graupen), chvino da ludi (wein und bier). Noch flasche wein gekauft und zurueck in unser home. mit der gastfamilie noch rumgesessen und auch noch Makas selbstgemachten wein getrunken. hm! und jetzt haben wir sogar ein eigenes zimmer mit balkon! was wollen wir mehr. hervorragend geschlafen, frueh raus, kaffee mit Dmitrij, ab zur metro. und die ist schon sehr erstaunlich, kommt einem so vor wie 100 m unter der erde auf rasenden rolltreppen. die menschen in der metro: man schaut in schoene aber traurige gesichter. ueber tiflis liegt ein schleier ratloser traurigkeit, die aufbricht wenn man mit den menschen spricht, und sie einen dann anstrahlen als waeren sie erwacht....bis bald hermann.
tiflis05 Aug 2009
guten tach aus tbilisi. hier is so heiss das man nich so viel machen kann, zumindest tagsueber. alle maenner tragen trotz der hitze lange hosen, keine sonnenbrille und natuerlich keine uhr. wie auch bei der ersten reise ist georgien voller informationen und voller fragezeichen. ich hab natuerlich auch schon wieder nen wort erfunden um tiflis zu beschreiben : soziologische gravitation! alternativ fiel mir noch ein : die stadt der traurigen balkone ! man muss selber hier in den strassen rumlaufen um das gefuehl zu definieren oder zu beschreiben. auf der einen seite is da diese traurigkeit, die aber durch die geschaeftigkeit wieder nicht ganz so traurig ist, also ne sehr eigene stimmung erzeugt. wer mal nach tiflis will dem wuerd ich eher fruehjahr oder herbst empfehlen, es sei denn man kennt jemanden hier oder kennt sich aus. wir werden wahrscheinlich morgen tiflis verlassen und nach borjomi reisen, da soll das klima im sommer ganz angenehm sein. es liegt in einer bergregion und von da kommt das grandiose borjomi-mineralwasser, das wir den ganzen tag trinken. wir werden diesmal mit der bahn fahren und mal sehn wies uns in borjomi gefaellt. danach gehts dann endlich ans schwarze meer, wir lassen wohl auch diesmal svanetien aus, denn da soll es im sommer auch sehr heiss werden. leider hat es mit unseren kontakten nicht so richtig geklappt und nach 4 tagen tiflis reichts dann auch fuers erste. mehr ueber borjomi dann vielleicht schon morgen ! aloha kerl

borjomi panorama

residenz des zarensohns

borjomi city village
borjomi06 Aug 2009
so hier noch was von letzten tag in tiflis. es war heiss und anstrengend. am nachmittag ging hermann zum hauptbahnhof um die verbindungen nach borjomi rauszukriegen ich ging noch ins internetcafe zum schreiben und einkaufen. als ich wieder zuhause war versuchte ich noch mal naira gelaschwili zu sprechen. obwohl sie viel zu tun hatte trafen wir sie noch am abend. dimitri, unser herbergsvater fuhr uns durch tiflis zu nairas wohnung und wartete bis wir wiederkamen um uns zurueck zu bringen. davon hatte ich schon oft gehoert, das georgier dich begleiten und dir immer helfen wenn du unterwegs bist. jedenfalls waren die 2 stunden die wir mit naira verbrachten total super. sie weiss unglaublich viel ueber die geschichte georgiens von der vergangenheit bis heute, und erzaehlte auch von der zeit als schewardnadse versuchte das chaos in georgien in den griff zu bekommen. sie freute sich das wir so viel interesse an georgien haben und auch die sprache mehr und mehr lernen und verstehen. in einer der naechsten taz-ausgaben ist ein artikel von ihr ueber die verarbeitung des letzten krieges mit russland. wir tauschten emailadressen aus und wollen weiter in kontakt bleiben. ich erzaehlte ihr auch von meiner lookline-georgien idee und sie wird mich dabei wahrscheinlich unterstuetzen. ein superabend ! danch gings wieder durch tiflis nach hause, wo wir noch lange mit unserer familie zusammensassen und tranken und erzaehlten. auch hier wurden adressen ausgetauscht und es war ein super abend und herzlicher verabschiedung. am morgen brachte uns dimitri noch zum bahnhof ( hermanns kafkaesker bericht ueber den hauptbahnhof in tiflis folgt !). nach 4 std. fahrt waren wir n borjomi, ein unglaublich schoener kurort mit heilquelle. hier ist man mitten im zentrum von georgien, aber leider is uns hier zu viel tourismus und wir werden nur 2 tage hier verbringen und dann straight zum schwarzen meer. georgien ist auch das 2. mal verwirrend und faszinierend, und voll von kraftvoller und ueppiger natur. mehr darueber morgen ! bis denne kerl

borjomi panorama

residenz des zarensohns

borjomi panorama
borjomi08 Aug 2009
heut ist unser letzter tag in borjomi. es ist ziemlich schoen hier und nach anfaenglichen missverstaendnissen in unserem hotel wegen kohle undso is alles gut. der touristische teil von borjomi ist zum glueck nur der borjomi-park, ne art disneyland mit nippesbuden und kinderkarussels. wie immer meidem wir solche orte und gehn da hin wo die georgier essen und trinken. borjomi liegt in nem malerischen tal und wird durch den mwtkari fluss in zwei haelften geteilt. wenn es hier gewittert verruscht einem die unterhose. alles um einen rum ist sinnlich, ueppig und irgentwie voller urkraft. im borjomipark ist die beruehmte jekaterinenquelle, wo man sich, wie alle hier, wasser umsonst abzapfen kann. irgentwann entdeckten russische soldaten das das wasser gut ist fuer magen- darmgeschichten, seit dem tag ist es nen kurort. es ist sehr entspannend hier zu sein, nach dem geschaeftigen treiben und der hitze in tiflis. die luft ist frisch und alle blueht und gedeiht, man kommt hier innerlich zur ruhe und das gute georgische essen kommt auch noch dazu. die erste nacht verbrachten wir in nem voellig runtergerocktem zimmer, das wasser ging nich und das total fertige klo konnte man auch nicht benutzen, n albtraum. am naechsten morgen wollten wir schon abreisen haben dann aber n anderes zimmer bekommen mit klo und duschboiler. in unserem hotel wohnen viele fluechtlingsfamilien, wir sind glaub ich die einzigen auslaendischen gaeste. auf jeden fall kommen wie so oft unsere georgischkentnisse ueberall gut an. bisher also wieder n tolles reiseerlebnis, und wir haben noch paar tage an der schwarzmeerkueste, wo wir alte bekannte vom letzten jahr wieder sehen wollen. also boysngirls bis moin oder so ..... kerl

hotel tbilissi

altes ehepaar

mtkwari fluss

unser klo

hermanns muli

unsere wanne
tiflis08 Aug 2009
wir haengen in unserem zimmer rum, hitze ohne ende, der balkon ist deswegen tabu. lethargie & phlegma. jede bewegung ist eine zuviel. doch wenn wir morgen nach Borjomi wollen, muessen wir uns zum bahnhof bewegen, um tickets zu holen, denn letztes jahr gings nur so: die tickets mussten einen tag vor reiseantritt gekauft werden. Kerl ist zu alle und der tiflis-blues hat ihn gerade etwas fester im griff. also raff ich mich gegen den willen meines koerpers auf und mach mich auf den weg zur metro-station Mardzhanashvili. habe erstmal 3 billets - kleine orangene plastikchips noch aus der sovjetaera - mehr fuer die metro gekauft (rueckfahrt plus morgen frueh fuer uns beide, wegen der langen schlangen vor den fahrkartenschaltern. Vaglas Moedani ist die metrostation des hauptbahnhofs, dort ausgestiegen und dann war ich in einer vollkommen anderen galaxie. komme mir vor wie Lems Ion Tichy. der grosse platz ist bedeckt mit marktstaenden aller art, kaum ein weg fuehrt hindurch, und die armut der menschen springt mich noch mehr an als sonst bisher in Tiflis. stehe erstmal wie bescheuert in diesem unglaublichen gewusel. an diesem platz gibts mehrere nach was offiziellem aussehende groessere gebaeude. ich schlage mich zu einem dieser gebaeude durch, von dem ich vermute es koennte der bahnhof sein. es ist aber nur die geschlossene haupthalle des alten bahnhofs, welche die georgische variation von rudis-reste-rampe beherbergt. von dort frage ich mich zum vermuteten richtigen durch, der es dann aber auch nicht ist (baustelle). polizisten, sonst wirklich bemerkenswert hilfreich, sind keine zu sehen. junge sonnenbrillen tragende typen (in georgien traegt eigentlich niemand sonnenbrillen, ausser hin und wieder frauen) kommen auf mich zu und mir dann zu nahe. klar ist sie sind scharf auf mein geld. nur strenge blicke meinerseits und ein deutliches ARA! (nein), spaeter dann ein lautes SHEN...! (du...!, das darauffolgende schimpfwort spricht man besser nicht aus...) und entgehe dann einfach adrenalingepusht ellenbogenmaessig der umzingelung und bin sie gott sei dank endlich los. habe dieses gewusel satt und rette mich in eine apotheke. ich bin zu muede meinen wunsch nach information weiter mit georgischen worten auszudruecken, und frage nach einem englisch-sprachigen angestellten, entschuldige mich auf georgisch, dass ich keine medizin kaufe (bodishi, me arminda medizini). nach zehn minuten kommt eine wunderschoene junge frau, Nino mit namen, und ich erlaeutere ihr mein problem (mehr noch ist sie allerdings daran interessiert ob ich kinder habe und verheiratet bin). sie verstehts problem und erklart sich bereit michzu begleiten. sie ahnt wohl selbst noch nicht in welche kafkaeske situation wir geraten werden. Nino laeuft in richtung neuem bahnhof (baustelle!). ich dackel hitzegeschaedigt hinter ihr her. wir laufen die treppen zum 1. und 2. bahnsteig hoch, Nino fragt das grotesk militaerisch kostuemierte personal: ARWIZI, niemand weiss etwas. achselzuckende achselstuecketrager wie gehabt auch auf dem 3. und 4. bahnsteig. Nino streitet weiter fuer mich, wirkt langsam auch ratlos und entschuldigt sich fuer die georgian railway. ein georgier, der unser problem (es jetzt auch Ninos problem) mitbekommen hat sagt die schalterhalle habe auf. Nino ist verwundert. wir laufen durch die baustelle bahnhof, steigen ueber allerlei bauutensilien hinweg und an arbeitern vorbe. hinter einem bautypischen plastikvorhang: eine moderne riesige schalterhalle. menschenleer, aber alle schalter besetzt. Nino fragt nach tickets in richtung borjomi. die sphinx hinter dem schalter praesentiert uns stolz ein weiteres mysterium der georgischen eisebahn: ihr schalter ist nur fuer zuege in richtung Poti zustaendig. Jeder zielort hat hier seinen eigenen schalter! hier in der halle sind 5 oder 6, aber keiner ist fuer Borjomi zustaendig, und natuerlich: ARWIZI, keiner weiss, wo dieser schalter sich befindet. ein weiterer hilfreicher georgier erklaert dann spaeter, oben seitlich der bahngleise, befinde sich eine baubaracke mit zwei weiteren schaltern. also laufen wir dorthin, doch sind hier nur die schalter in richtung Kutaissi und Sugdidi untergebracht. Nino ratlosigkeit wird groesser, dann sieht sie in der ersten schlange ihre alte lehrerin, und von ihr bekommen wir, wie sich spaeter herausstellt, die richtige information. in einem vollkommen runtergerockten seitenfluegel des alten bahnhofs, dort wo in der haupthalle rudisresterampe, georgian style, residiert, bedindet sich der Borjomi-schalter. doch ich bekomme kein ticket!!! denn in diesem jahr kann man die tickets nur am selben tag bis eine halbe stunde vor reiseantritt kaeuflich erwerben. jetzt weiss wenigstens das wie & wo. Nino und ich verabschieden uns herzlich. ohne sie waere ich niemals an diese informationen gekommen! (ich habe allerdings auch keine alte lehrerin in Tiflis!). ich laufe vorbei an einer grossen reklamewand von der Georgischen Post, und denke mir, mit euch haben Kerl und ich auch noch ne rechnung vom letzten jahr offen: fuer ueber siebzig lari briefmarken gekauft, aber kein brief noch eine postkarte hat je ihr ziel erreicht. noch zwei fotos vom Vaglas Moedani und zrueck in die wirklich geile metro, die uebrigens nach DDR riecht. die ganze aktion hat ca. 2-3 stunden beansprucht. am Mardzhanashvili erstmal fuers leibliche wohl 2 grosse eiskalte kwass getrunken (ein russisches erfrischungsgetraenk), das hier im gegensatzt zu Odessa sehr gut schmeckt. auf dem rueckweg zur Ninoshvili noch fuers geistige wohl in einer kleinen kirche einkehr gehalten, um mal den ganzen troubble abzustreifen und aus der grossen hitze rauszukommen. aussen ist die kirche unspektakulaer, aber die athmosphaere im innern ist als wuerde bei mir jemand auf die resat-taste druecken, wenn ich eine haette. da koennen die katholiken noch n bissken wat lernen von den orthodoxen. bis denn, hermann.

werratal bus

typisch

georgian transport
kobuleti09 Aug 2009
nach 4 stunden anstrengender ueberlandfahrt in nen minibus sind wir jetzt in kobuleti gelandet. wir sind im selben hotel wo wir letztes jahr waren und alle haben uns wiedererkannt und sich gefreut. in der rezeption lernten wir eine georgierin kennen, die schueler in deutsch unterrichtet und auch viel theaterarbeit mit den kids aufzieht. sie freute sich 2 bauphilosophen zu treffen und mal wieder deutsch zu reden. wir redeten ueber georgien und die politikerwillkuer hier und am ende gab sie uns ihre visitenkarte und sagte wir sollen uns unbedingt melden, wenn wir mal wieder in tiflis sind. vor uns ist jetzt das schwarze meer und es is total geil wieder hier zu sein. die naechsten 3 tage werden wir hierbleiben und mit tedo (unser bekannter vom letzten jahr) noch mehr georgische woerter lernen. ansonsten ist nur baden, essen und trinken, astra rauchen und nixtun aufm plan. mal sehn was sich so ergibt. dann gehts wahrscheinlich nach batumi oder nach gonio, das ist ne kleine stadt oder ortschaft an der tuerkischen grenze, wo man n super strand hat und es gibt da auch alte stadtkerne aus der fruehzeit zu besichtigen. so jetzt gibs gleich bier und mal sehen was dann kommt ......... aloha kerl

kerl - tedo - hermann

armenier feiern

georgian impression
tiflis/borjomi09 Aug 2009
also, ich muss nochmal auf tiflis zurueckkommen: der abend mit naira war aeusserst anregend im politischen/historischen sinne und auch durchaus poetisch. Naira Gelashvili ist eine kleine furchtlose frau voller energie. sie hatte sich extra fuer uns eine stunde zeit genommen, aus der dann zwei stunden bei eiskaffee und obst wurden. Dmitrij holte uns wieder ab. er verbrachte sie zeit in einer kleinen kneipe und fragte dort die menschen nach Naira. er hoerte nur positives und als wir ihm teile des gespraches berichteten war er voll damit einverstanden, dass wir sie besuchten. zurueck at home (dass war wirklich so!) gabs von Zoja tolma (eingelegte paprikaschoten mit allerlei inside) und von Dmitrij selbstgemachten wein, der unglaublich war. Dmitrij verstand sie georgische welt nicht mehr und kam bis zum naechsten morgen nicht darueber hinweg, dass wir bei Naira keinen wein bekamen. auch der hinweis auf kaffe, eis und obst und sie tatsache, dass Naira eine frau ist konnte ihn nicht beruhigen. Dmitrij bot sich an uns am naechsten morgen direkt zum bahnhof zu fahren. die meiste zeit standen wir im zwischengang (dort durfte man auch rauchen) denn der zug war absolut ueberfuellt. wir genossen die atemberaubende landschaft mit fluessen, baechen, burgen und kloestern inmitten der berge. der zug war ne bimmelbahn ohnegleichen, aber okay. und dann wieder die bestaetigung: soviele georgier auf einen haufen und kein laerm. in Borjomi angekommen fallen wir ins erstbeste cafe, dort erstmal bier trinken, n happen essen natuerlich chatschapuri da salati. wir kommen mit dem inhaber ingespraech und sogleich gabs n selbstgemachten araki mit ernom hoher drehzahl. man war der lecker. er fragte uns in welchem hotel wir wohnen wollen, Kerl sagte Hotel Tbilisi, und natuerlich war Dzhino der hoteldirektor sein schwager und er rief ihn an und dieser holte uns dann ab...rest folgt. Hermann

schwarzmeerromantik

kartuli sunelebi

üppiges georgien
kobuleti10 Aug 2009
gamardshoba.... wir fuehlen uns total gut hier in kobuleti, es ist vieles vertraut, und es hat sich auch viel getan in einem jahr. unsere befuerchtungen das der krieg hier enormen schaden angerichtet hat, sind zwar weder weg noch ist alles o.k hier, aber die georgien sind wohl stehaufmaennchen, denn die geschaeftigkeit mit der hier der alltag organisiert wird ist enorm beeindruckend. es kommt einen vor als wenn jeder sich neu organisiert von tag zu tag und immer was zu tun ist, und alle irgentwelchen aktivitaeten nachgehen um die familie zu versorgen. es gibt unendlich viele kleine verkaufsstaende und jede nische und jeder mauervorsprung ist ein kleiner laden. eben waren wir auf dem markt, der immer noch in einem betonrohbau seinen platz gefunden hat. heute am morgen studierte ich die georgische winzerkunst und analysierte dabei die georgischen medien, was soviel heisst das ich mir nen absolut leckeren rotwein zum fruehstueck genehmigte und dabei fernseh guckte. es gibt auch hier alles was es bei uns gibt. quiztaxi, zahlenratespiele, werbung, csi-moskau usw. trotz der grossen abneigung gegen alles russische gibt es viele russische tv-sender, die aber wahrscheinlich fuer die armenier sind, die hier in grossen gruppen urlaub machen und bis in die nacht feiern, tanzen und trinken. schon alles wieder sehr voller input hier und uns gefaellts. heute hats die ganze nacht in strippen geregnet, aber morgens wars wieder o.k, das meer bruellte dazu und jetzt ist es total ruhig und voller schwarzmeerharmonie. die romantischere version der ganzen eindruecke schreibe ich noch per hand in mein reisetagbuch, da werden noch viel mehr details festgehalten und geschipselt und gemalt. wer also mal nen abenteuerurlaub plant der ihn beindrucken soll, dem kann ich georgien empfehlen, aber nur wenn man auf alles gefasst ist, und es mag andauernd ueberrascht zu werden und improvisieren kann bzw. mag ! in diesem sinne viva sakartwelo ..... kerl

georgian railway

wiederaufbau in kobuleti

georgian trucks
kobuleti11 Aug 2009
kreuzberger naechte sind lang .... aber armenische naechte sind endlos lang. die armenier hier im hotel sind nur am feiern. morgens gehts schon los mit chinkali und bier und schnaps, das geht dann bis in die puppen, und irgentwann kommt noch ne 2mann combo dazu und tragen in grosser lautstaerke armenische, georgische und russische volkslieder vor, gestern wollten wir was essen und sind dann doch woanders hingegengen, denn es war so laut das man sich am tisch anschreien musste. trotzdem hats uns gefallen und wenn wir besoffen gewesen waeren haetten wir wahrscheinlich mitgefeiert und mitgetanzt und waeren in peinliche situationen geraten. na ja heut gings erst spaeter los und wir konnten noch beim auch sehr lautem soundcheck ne suppe essen. gestern hab ich 1 kilo svanetisches salz aufm markt gekauft und dazu noch 3 x adjika, das so ne scharfe wuerzpaste, die unglaublich gut schmeckt. morgen werden wir abreisen und in richtung tuerkische grenze fahren, nach sarpi und nicht nach gonio. es war sehr schoen hier in kobuleti mit dem meer direkt vor der tuer und den ganzen alten bekannten. morgen is dann wieder neuland angesagt, was ja doch immer aufregend ist. gestern waren wir in nem georgischen fastfood laden, der aber auch leckere georgische sachen hatte, z.b kartoffelpuree absolut frisch und lecker, son gutes hab ich noch nie gegessen, heut klingt der abend wieder aus mit kindzmarauli, der gute rotwein aus kachetien und dann wird gepackt und dann gehts weiter ..........aloha kerl
Borjomi11 Aug 2009
fortsetzung: Dzhino, der schwager, holt uns in seinem alten opel ab - Georgien ist eh Opel-Country - kurzer weg den berg hoch und wir stehen vor hotel tbilisi. ein siebenstoeckiger kasten aus glorreichen sovjetzeiten, vollkommen runter. Dzhino entschuldigt sich, dass gerade kein strom da ist. also kein fahrstuhl, treppenlaufen, 5. stock. das zimmer vollkommen runter, toilette koennen wir nicht sehen, wegen stromausfall, wasser gibts auch gerade nicht...aber der ausblick! umwerfend! Dzhino will sofort cash im voraus. wir zahlen gleich fuer drei tage. dann funktionieren auf einmal licht und wasser. also duschen - aber erstmal diese merkwuerdige sitzbadewanne saeubern. aus dem wasserhahn kommen grosse bleistuecke (also nicht trinkbar), das klo kaputt, wasserspuelung funktioniert nach lust und laune (schwimmer neu einhaken, haelt aber nur einen abzug lang) brille und deckel: abgeschafft. alles ist hinueber. wir kichern. in so nem rotten room hat noch keiner von uns die nacht verbracht. die decken muffeln, aber wie gesagt der ausblick auf die berge auf dem mtkwari auf das alte dorf...einfach nur schoen! nachts auf die toilette man muss ja mal und dann kein wasser! das ganze zimmer faengt an nach scheisse zu stinken, also balkontuer auf...am naechsten morgen bin ich vollkommen zerstochen. hier gibts so kleine fast nicht hoerbare schwarze moskitos, wie in suedfrankreich. und kerl hat nix. hab ja nix dagegen wenn andere lebewesen auf mich stehen aber so? am naechsten morgen beschliessen wir zu gehen. wir packen unsere sachen und laufen zur halle runter, wollen Dzhino sprechen und geld zurueck. Dzhino ist nicht da, seine stellvertreterin (die die am abend vorher uns die paesse wegnehmen und doppelt kassieren wollte) gibt uns im 2. stock ein neues zimmer. wir sind aufgestiegen von minus 1o* zu minus 4*. wir sagen okay, denn das bad ist renoviert! bis denn Hermann.

sarpi beach

guram, der steinmetz

+ seine kollegen
batumi13 Aug 2009
als gott die welt fertig hatte verteilte er die voelker auf die laender. als er auf dem weg zu seinen ruhesitz war meldeten sich die georgier. hallo du hast vergessen uns land zu geben .... gott ueberlegte einen moment und gab den georgiern seinen ruhesitz und zog um in den himmel. seit diesem tage gibt es georgien ! da is was dran wenn mann hier so rumreist. unsere station nach kobuleti war sarpi, ein kleiner ort an der tuerkischen grenze. hier gibt es etwa 50-60 haeuser nen 1 km langen strand, aber was den ort ausmacht is ne riesige grenzstation. da der strand zum teil tuerkisch ist haben die grenzbeamten einfach ne polizeiabsperrung, so gelbes plastikband, ueber die linie gezogen. aufm tuerkischen teil des strandes is nix, auf der georgischen seite ist der komplette bade- und wasserspass vorhanden - ziemlich absurd ! auf jeden fall ist es da ziemlich paradiesisch. der strand ist umgeben von bergen die dermassen ueppig bewachsen sind, das einen das herz aufgeht. wir blieben hier aber nur eine nacht, da es im sommer doch ziemlich touristisch ist. nachts verirrten sich noch 2 besoffene georgier oder armenier bei unserem zimmer und wollten rein, wir bekamen einen riesenschreck, aber dann haben se geschnallt und alles war o.k. am morgen wollten wir dann nach gonio, wo die alte festung ist und nen riesenstrand, aber irgentwie sind wir dann mit der mashrutka vorbeigehfahren und sind jetzt in batumi. hier hat sich ne menge geaendert, vieles ist teurer und schicker geworden, die gamsachurdia (damals runtergerockt wie in tijuana) hat jetzt mehr schickie-laeden und wird grad komplett saniert. was sich auch in ganz georgien geaendert hat sind die autos. wo frueher mehr ladas und wolgas fuhren sind es jetzt meistens daimler, viele opel, bmws und vws, die georgier stehn total auf deutsche autos. wir bleiben die letzten tage hier und am sonntag geht unser flieger nach istanbul, wo wir auch noch n tag haben, montag gehts dann nach berlin. trotz allen veraenderungen hier ist es wieder ne aufregnde reise und es hat bisher spass gemacht wieder mehr ueber georgien zu lernen und zu verstehen. mal sehn was noch so kommt die letzten tage ! aloha kerl

freiwillige feuerwehr batumi

synagoge in batumi

kerl am hafen

georgische kathedrale

kuppel der moschee

restaurant bremen
batumi14 Aug 2009
hallo aus batumi, die hauptstadt adjariens. der strand hier is ziemlich schoen, auch wenn es immer mehr touristengeschichten gibt, und hier alles hochpoliert wird. in 5 jahren wird batumi wahrscheinlich, zumindest in der strandregion, zum magneten fuer immer mehr urlauber sein. geht man weiter rein in die stadt ist es immer noch "georgisch". wo wir wohnen ist der alltag normal und wir gehen morgens bei 2 georgischen mamas fruehstuecken, die sich immer freuen wenn wir georgisch sprechen, und uns fuer echt wenig geld ne menge aufn tisch stellen. da wir dieses jahr viel sparsamer an alles rangegangen sind, also mit bus statt taxi fahren, in kleinen bars und cafes essen und trinken, statt in die grossen strandcafes zu gehen, ist alles sehr preiswert. je mehr man sich auskennt und je mehr georgisch man spricht umso billiger wird alles. heute hab ich nen plakat von der music hall batumi gesehn, da tritt am 20.8 doch tatsaechlich louie austin auf, mit dem hab ich mal zusammen mit mutter bei nem volksbuehnenweihnachtskonzert zusammengespielt. leider sind wir da schon weg. morgen ist letzter tag und sonntag gehts dann nach konstantinopel wo wir auch noch n tag haben. bericht folgt ! aloha kerl

straßenszene batumi

legotown batumi

marshutka platz
sarpi14 Aug 2009
sarpi ist ein badeort an der tuerkischen grenze, auf der anderen seite ist auch sarpi, aber da steht direkt am meer ne moschee und im tuerkischen teil des meeres schwimmt natuerlich niemand. total wuseliger kleine grenzuebergang. der tuerkische teil sieht aus wie ein us-gefaengnis, so mans aus m tv kennt, der georgische ist pieselig. die sowjets haben 1923 den tuerken einfach den lasischen teil georgiens geschenkt, nachdem sie georgien wieder besetzt hatten. die georgier waren von 1917 bis zu dem zeitrpunkt unabhaengig (erste sozialdemokratische regierung der welt). waren natuerlich im meer schwimmen und nachmittags bin ich das bergdorf hochgelaufen bfast bis zur spitze, war ne feine wanderung mit netten georgischen gespraechen und traumhafter aussicht aus den teeplantagen. in sarpi bauen gerade 5 steinmetze eine kirche aus kutaissi-kalksstein. bekam eine fuehrung durch die baustelle. einfach ein geiler tag. gruss hermann

medea

batumi´s neues wahrzeichen

argonauten
batumi15 Aug 2009
moin auch, hab gehoert das in berlin 32 grad sind also son richtiger sich die naechteumdieohrentrinkender sommer - hier is genau so, wir sitzen abends vor unserm hotel trinken bier und tbilisi-schnaps und der abend hoert nich auf zu lauen. gestern waren wir noch im batumi arthouse, da is gerade ne picasso-linolschnitt-ausstellung, war ganz gut und auch gut besucht. im unteren teil des arthouse hingen grossformatige fotographien und werbeplakate aus deutschland. leider haben wir am nachmittag die vernissage verpasst, denn da waeren wir wahrscheinlich im lokalsender adjara-tv gelandet. deutschland scheint hier allgemein sehr beliebt zu sein, also nicht nur die autos und der fussball. im adjara-tv war auch nen bericht von ner deutschen abgesandten - heike ..., die hier in batumi irgentwelche geschaefte, verbindungen oder kultureinrichtungen unterstuetzt. unser georgisch reichte noch nich aus um rauszubekommen um was es ging. am abend waren wir mal wieder im tuerkischen viertel um linsensuppe zu essen. obwohl es nicht weit entfernt ist vom neuen strandboulevard, der top in schuss ist, ist es hier noch ziemlich runter alles, und wenns dunkel wird schon n bisschen spooky. na die suppe war gut und der pilav dazu auch. auf dem heimweg machten wir noch ne station im - bremen - da ist inzwischen auch schon ne englische karte und das essen ist ziemlich gut. ich bestellte alles in georgisch und war stolz als wir alles so bekamen wie ich es bestellt hatte, z.b salat ohne zwiebeln. heute ist ziemlich heiss hier und wir werden spaeter noch zum meer gehen und den letzten tag mit baden verbringen. das schwarze meer is immer noch blau, wir noch nich, aber heut abend gibs noch mal n oppulentes georgisches essen und trinken. next entry istanbul ! kargat kerl

magnolien überall

death metal band

sauna in batumi
berlin17 Aug 2009
back in berlin ! am letzten tag lernten wir noch georg kennen, der ist in istanbul aufgewachsen und lebt auch da. er war in georgien um ein russisches tragflaechenboot in batumi zu kaufen, hatte jedoch grosse schwierigkeiten mit dem ganzen papierkram. jedenfalls gingen wir abends noch zusammen im -bremen- essen und trinken. satt und angetrunken standen wir dann noch aufm balkon im hotel und tranken weiter - schnaps und whiskey, dann wollten wir noch woanders was trinken und landeten schliesslich an einer hauptstrasse in batumi in nem georgischen etablissement. das war einfach nen laden der wie ne kneipe aussah und ein hinterzimmer hatte, also ne richtige spelunke. die puffmutter setzte sich zu uns an den tisch und wir redeten in russisch, georgisch und englisch. das ganze war wie in nen lynch-film. 2 ziemlich beleibte damen und ne juengere sassen auch da rum und beobachteten was an unserem tisch so geschah, dann kam noch nen kriegsveteran dazu und erzaehlte irgentwwelche storys ueber die armee. es war alles hoechst interessant und schraeg, aber wir waren schon zienmlich betrunken und gingen dann wieder ins hotel. am morgen verabschiedeten wir uns von allen und stiegen leicht verkatert in nen schoenen weissen wolga der uns zum flughafen brachte. ab da wurds dann lustig und stressig. beim einchecken vertauschten wir unsere paesse und an der passkontrolle guckten mich die beamten ziemlich verwundert an, den ich hatte hermanns pass vorgelegt und nach einigem hin und her und misstrauischen blicken merkte ich das das nicht mein pass war. hermann wurde zum schalter gewunken und sollte an einer kamera gescannt werden. er ging an die kamera, die wien micro aussah und sprach rein. die naechsten minuten mussten alle herzhaft lachen und schliesslich waren wir durch. in istanbul angekommen sagte man uns das wir kein uebergangshotel bekommen, wie aufm hinflug, weil theoretisch am selbem tag noch ne maschine nach berlin fliegt, die wir aber nicht gebucht hatten. bis wir denn catch 22 darin verstanden hatten und von schalter zu schalter liefen um die sache zu klären, wurde uns klar das wir ne nacht hier bleiben mussten, weil unser gebuchter flug erst am naechsten morgen ging. fuer ne menge kohle blieben wir schliesslich im airporthotel. am morgen schafften wir es gerade noch rechtzeitig einzuchecken, denn der atatuerk-flughafen is riesig und ueberall steht man in endlosen schlangen bis man endlich sein ticket hat. also wer da mal abfliegt sollte sehr sehr rechtzeitig da sein. als wir schliesslich in berlin ankamen war unser gepaeck nich in der maschine, also zum lostandfound office. da stellte sich raus das unser gepaeck schon an tag vorher ohne uns nach berlin geflogen ist, weil wir in batumi transitbaggage angegeben haben, also direkt von maschine zu maschine ohne das man das gepaeck mit sich rumtraegt. schliesslich war dann alles o.k und die reise war mit den ganzen flughafen-anekdoten dann beendet und wir fuhren nach hause. spaeter gibts noch fotos zum reisetagebuch und natuerlich ne abschlussbericht ueber georgien. bis denne kerl